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Drei-Wege-Neiger Test 2019: Der Kaufratgeber

Wenn du einen Drei-Wege-Neiger kaufen willst und Probleme bei deiner Entscheidung hast, dann bist du hier richtig. In unserem Drei-Wege-Neiger Test nehmen wir die besten Drei-Wege-Neiger genauer unter die Lupe, stellen Vor- und Nachteile und Besonderheiten vor.

Wir starten mit einer Einführung, was Drei-Wege-Neiger überhaupt sind, wodurch sie sich auszeichnen und für welchen Zweck sie geeignet sind.


Drei-Wege-Neiger Test: Eine Einleitung zu Drei-Wege-Neigern

 

Was ist ein Drei-Wege-Neiger

Ein Drei-Wege-Neiger ist ein Stativkopf, welcher sich unabhängig in drei Achsen verstellen lässt.

 

Vorteile des Drei-Wege-Neiger

  • präzise
  • einfache und feine Verstellbarkeit
  • Bewegung entlang nur einer Achse möglich
  • hohe Neigungswinkel in alle Richtungen (Hochformat Aufnahmen möglich)
  • günstig
  • stabil

Nachteile

  • langsame Verstellung
  • ggf. größer wegen der Griffe

Wofür sind Drei-Wege-Neiger geeignet

Drei-Wege-Neiger werden vor allem für folgende Zwecke verwendet:

  • Telefotografie / Panoramafotografie
  • Makrofotografie
  • Architekturfotografie
  • Landschaftsfotografie
  • Astrofotografie
  • Foodfotografie
Drei-Wege-Neiger sind langsamer und größer, dafür aber präziser und günstiger als Kugelköpfe. Getriebeneiger sind noch einmal präziser als Drei-Wege-Neiger, dafür aber nochmal langsamer und teurer.

 

 

Drei-Wege-Neiger Test 2019: Die besten Modelle in der Übersicht


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TARION® Q80 Drei-Wege-Neiger Stativ-Kopf Zwei Kipphebel Panorama + Schnellwechselplatte für DSLR Kamera Dreibeinstativ Einbeinstativ - 1 TARION® Q08 Drei-Wege-Neiger Stativ-Kopf mit Kipphebel Panorama + Schnellwechselplatte für DSLR Kamera Dreibeinstativ Einbeinstativ - 1 Manfrotto MHXPRO-3W 3-Wege-Neiger - 1 Manfrotto 3-Wege Kopf zusammenlegbar MH293D3-Q2 - 1 Rollei Rock Solid Dreiwegeneiger M - extrem leichter Aluminium Stativkopf mit 4 kg Traglast, präzise Einstellung, ArcaSwiss kompatibel - schwarz - 1
Modell TARION® Q80 Drei-Wege-Neiger Stativ-KopfTARION® Q08 Drei-Wege-Neiger Stativ-KopfManfrotto MHXPRO-3W 3-Wege-NeigerManfrotto 3-Wege Kopf MH293D3-Q2Rollei Rock Solid Dreiwegeneiger M
Preis

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TARION® Q08 Drei-Wege-Neiger Stativ-Kopf

Der TARION® Q08 Drei-Wege-Neiger Stativ-Kopf ist der günstigste der Drei-Wege-Neiger im Test. Ob er hält was er verspricht erfährst du in unserem Test.

Die Daten des TARION® Q08 einen Blick:

  • Drehwinkel: 360° horizontal 180° vertikal
  • Maße: 21 x 11 x 11cm
  • Gewicht: 565g
  • Belastbarkeit: 6kg
  • Schnellwechselplatte: Ja
  • Wasserwaage
  • Material: Aluminium-Legierung
  • Stativschraube: 3/8″ oder 1/4″
  • Gewinde auf der Schnellwechselplatte: 1/4″

Ausgepackt, aufgestellt, Los geht es.

Verarbeitung, Qualität und Haptik wirken für den Preis auf den ersten Blick gut.

Uns fällt auf, das der Griff an der linken Seite montiert ist. Für den Rechtshänder anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Wenn wir vor allem wir gewohnt mit dem rechten Auge durch den Sucher gucken und dann mit der linken Hand einstellen wollen komme ich gar nicht klar! Andre ist linkshänder, für ihn ist es einfacher. Allerdings schaut auch er mit dem rechten Auge durch den Sucher und kommt sich dann selbst leicht in die Quere.

Dazu kommt das der Arm recht kurz ist. Für Platz und Gewicht ist das sicherlich ein Vorteil. Sehr weiche Schwenks sind damit allerdings schwierig.

Die Platte und der Stativkopf haben keinen Schnellspanner, sondern es muss eine Schraube geöffnet werden. Nicht unüblich für Geräte dieser Preisklasse.

Die Verbindung zwischen Stativ und Kopf erfolgt per 3/8″ Schraube. Die Befestigung der Kamera auf dem Kopf erfolgt per 1/4″ oder 3/8″ Schraube, beide Varianten sind im Lieferumfang enthalten.

Die sonstige Bedienung im Einsatz ist okay. Die Einstellung der Achsen funktioniert, auch wenn sie länger dauert als bei anderen Drei-Wege-Neigern, da nur ein Griff vorhanden ist. Schwenken ist möglich. Allerdings machen sich hier erste Unterschiede beim gleiten und auch in der Haptik im Gegensatz zu hochwertigen Geräten bemerkbar.

Positiv hervorzuheben ist das Gewicht von 560g und die kompakte Abmessung. Der eine Griff ist sicherlich auch hierfür verantwortlich. Wer den Stativkopf mit auf Reisen nimmt wird keine Probleme haben.

Das Design ist schlicht schwarz mit der goldenen Tario Absetzung.

Ob wir dem Q08 allerdings 6kg Belastbarkeit zutrauen, ist fraglich. Eine leichte Kamera hat sicherlich keine Probleme, bei größeren Modellen solltest du zu einem anderen Modell greifen.

Fazit: Der TARION® Q08 kann uns im Test nicht überzeugen. Wer ausschließlich auf den Preis schaut bekommt hier zwar ein solides Gerät. Allerdings überwiegen die Nachteile in der Verarbeitung und Bedienung. Für ein paar Euro mehr bekommst du ein wesentlich besseres Gerät!

 

Vorteile

  • günstiger Preis
  • solide Verarbeitungsqualität
  • sehr leicht

Nachteile

  • Griff links
  • sehr kurzer Arm
  • sehr langsame Einstellung
  • maximale Belastbarkeit fraglich
  • kein Arca-Swiss-Standard
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TARION® Q80 Drei-Wege-Neiger Stativ-Kopf

Der TARION® Q80 Drei-Wege-Neiger Stativ-Kopf ist der große Bruder des Q08. Ob er besser ist erfährst du hier.

Die Daten des TARION® Q80 einen Blick:

  • Drehwinkel: 360° horizontal 180° vertikal
  • Maße: 19 x 11 x 11cm
  • Gewicht: 826g
  • Belastbarkeit: 4kg
  • Schnellwechselplatte: Ja
  • Wasserwaage & Nivellierlibelle
  • Material: Aluminium-Legierung
  • Stativschraube: 3/8″ oder 1/4″
  • Gewinde auf der Schnellwechselplatte: 1/4″

Zunächst schauen wir uns auch hier Verarbeitung, Qualität und Haptik an. Alles ordentlich. Nicht zu billig, aber auch nicht hochwertig. Unterschiede zum Q08 merken wir kaum.

Die beiden Kipphebel (einer rechts, wie gewöhnlich) haben eine mittlere Länge. Sie fühlen sich gut an und die Einstellungen erfolgen sauber und flüssig.

Eine Wasserwaage und eine Nivellierlibelle sorgen für eine lotrechte Ausrichtung.

Der Kipphebel für den vertikalen Schwenk ist leider stark geneigt. Das wirkt sich zwar positiv auf das Handling aus, wenn man allerdings nach oben schwenken möchte, stößt der Kipphebel schnell an das Stativ bzw. die Stativkopfbasis. Ein vollständiges Aufwärtsschwenken ist daher leider nicht möglich.

Die Verbindung zwischen Stativ und Stativkopf erfolgt per 3/8″ Schraube. Die Befestigung von Kamera/Objektiv auf dem Kopf erfolgt per 1/4″ oder 3/8″ Schraube, beide Varianten sind im Lieferumfang enthalten. Der Arca-Swiss-Standard wird leider nicht unterstützt. Wer diesen nutzen möchte benötigt definitiv einen Adapter.

Die Bedienung im Einsatz ist gut. Die Einstellung der Achsen funktioniert sauber und das Schwenken geht flüssig.

Das Gewicht beträgt 826g und ist damit eher Durchschnitt. Weder besonders leicht noch besonders schwer.

Die Belastbarkeit ist mit 4kg angegeben und das erscheint uns korrekt.

Das Design ist schlicht schwarz mit der goldenen Tario Absetzung.

Fazit: Der TARION® Q80 überzeugt durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Die 8 Euro mehr zum Q08 sollten definitiv investiert werden. Bedienung sowie Kipphebel sind wesentlich besser. Allerdings sollte man nicht zu viel erwarten! Ein solides Einsteigergerät mit Schwächen bei Gewicht und der Aufwärtsschwenkfunktion.

 

Vorteile

  • günstiger Preis
  • solide Verarbeitungsqualität
  • Waage & Libelle

Nachteile

  • Griffe mittellang
  • Belastbarkeit nur 4kg
  • Aufwärtsschwenk stark begrenzt
  • kein Arca-Swiss-Standard
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Manfrotto MHXPRO-3W

Manfrotto MHXPRO-3W 3-Wege-Neiger

122,90 €

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Der Manfrotto MHXPRO-3W Drei-Wege-Neiger. Unser Testsieger! Aber auch das teuerste Modell im Drei-Wege-Neiger Test.

Die Daten des Manfrotto MHXPRO-3W auf einen Blick:

  • Drehwinkel: 360° horizontal 180° vertikal
  • Maße: 13 x 13 x 13cm
  • Gewicht: 1000g
  • Belastbarkeit: 8kg
  • Schnellwechselplatte: 200PL-14
  • drei Wasserwaagen
  • Material: Aluminium
  • Stativschraube: 3/8″ oder 1/4″
  • Gewinde auf der Schnellwechselplatte: 1/4″

Um Unklarheiten vorzubeugen: Es handelt sich um einen Drei-Wege-Neider und nicht um einen Getriebeneiger. Auch wenn die Bilder das vermuten lassen. Die silbernen Knöpfe sind für die Einstellung der Friktion. Die Einstellung ist frei und erfolgt über zwei Griffe wie bei einem Drei-Wege-Neiger üblich.

Die Justierhebel sehen sehr kurz aus. Lasst euch nicht täuschen. Die Hebel sind auf den Bildern eingeklappt und lassen sich ausziehen. Voll ausgezogen verfügen sie über eine gute Länge für präzise Einstellungen. Etwas länger könnten sie aber sein. Als Video-Neiger für feine Kamerafahrten sind sie nicht zu empfehlen.

Die Schnellwechselplatte ist die gängige 200PL. Wer weitere Manfrotto Produkte hat könnte Glück haben. Arca-Swiss gibt es wie üblich nicht. Die Verbindung zwischen Stativ und Stativkopf erfolgt per 3/8″ Schraube. Die Befestigung von Kamera/Objektiv auf dem Kopf erfolgt per 1/4″ oder 3/8″ Schraube, beide Varianten sind im Lieferumfang enthalten.

Leider gibt es nur eine Gradzahl Skala. Wo Manfrotto sonst gern drei einbaut wurde hier leider gespart.

Schwenken und Neigen funktioniert einwandfrei. Das hatten wir zu dem Preis auch erwartet. Aber es bereit uns Freude den Drei-Wege-Neiger einzustellen. Die Friktion lässt sich ebenfalls exzellent über die Knöpfe regeln. Je nach Ausrüstung hat man so den gewünschten Widerstand. Erst ab etwa 4kg wird die Friktionseinstellung schwierig. Haptik und Handling überzeugen uns alles in allem aber vollends.

Das Gewicht beträgt 1000g. Für einen modernen Drei-Wege-Neiger ist das nicht besonders leicht. Trotz der kompakten Bauweise dank einklappbarer Hebel ist der Manfrotto MHXPRO-3W nicht unbedingt der ideale Wegbegleiter auf langen Reisen. Auf die Stabilität wirkt sich das Ganze natürlich positiv auf. Hier wackelt nichts.

Die Belastbarkeit ist mit sagenhaften 8kg angegeben. Zwar wirkt der Kopf sehr stabil, aber 8kg wirken recht hoch. Trotz allem ist die maximale Belastbarkeit damit mehr als ausreichend für die meisten Geräte.

Die Hebel sind einklappbar. Das Gerät ist in dem Zustand super kompakt und kann problemlos mitgenommen werden.

Das Design ist sehr ansprechend. Nicht umsonst wurde das Modell mit dem reddot Award ausgezeichnet.

Fazit: Der Manfrotto MHXPRO-3W überzeugt in nahezu allen Punkten und ist unser klarer Testsieger unter den Drei-Wege-Neigern. Wer über das Gewicht hinweg sieht bekommt hier einen kompakten und sehr präzisen Drei-Wege-Neiger mit tollen Einstellungsmöglichkeiten. Die Friktionseinstellung ist einzigartig. Der Preis ist hoch, aber nicht ungerechtfertigt. Wer hier investiert wird nicht enttäuscht sein und wird in den nächsten Jahren keinen weiteren Neiger benötigen.

 

Vorteile

  • präzise & feine Einstellungsmöglichkeiten
  • gute Friktionseinstellung
  • sehr kompakt
  • ansprechendes Design
  • hohe Belastbarkeit
  • 3 Wasserwaagen

Nachteile

  • hoher Preis
  • Friktionseinstellung ab 4kg schwierig
  • nur eine Gradzahl Skala
  • kein Arca-Swiss-Standard
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Manfrotto 3-Wege Kopf MH293D3-Q2

Der Manfrotto 3-Wege Kopf MH293D3-Q2. Mittelklasse zu kleinem Preis.

Die Daten auf einen Blick:

  • Panoramarotation: 360°
  • Gewicht: 570
  • Belastbarkeit: 4kg
  • Schnellwechselplatte: 200PL-14
  • drei Wasserwaagen
  • Material: Technopolymer
  • Stativschraube: 3/8″ oder 1/4″
  • Gewinde auf der Schnellwechselplatte: 1/4″
  • Höhe: 9 cm
  • Basisdurchmesser: 40mm

Was hat sich Manfrotto bei der Bezeichnung mal wieder gedacht. MH293D3-Q2. Naja.

Besonders wertig wirkt der Neiger leider nicht.

Die Einstellung erfolgt jedoch solide und präzise. Nachstellen ist auch möglich, allerdings ist es nicht besonders geschmeidig. Und hängt zudem stark vom Equipment ab. Bei mehr als 3 Kilo wird das nachjustieren sehr schwerfällig. Drei unabhängige Libellen sind natürlich Luxus und helfen bei der präzisen Ausrichtung.

Ruckelfreie Schwenks sind nicht möglich, dafür ist der Manfrotto MH293D3-Q2 allerdings auch nicht gedacht.

Die zwei Handgriffe lassen sich zusammenlegen und liegen dann parallel am Stativ an. Sehr kompakt.

Durch den umlegbaren Griff wird der Drei Wege Neiger sehr kompakt und lässt sich dank 570 Gramm sehr gut transportieren.

Das Gewicht ist auf das Material Polymer-Kunststoff Adapto zurückzuführen. Gut für das Gewicht, eher mäßig für die Stabilität. 570 Gramm sind allerdings wirklich wenig und wer viel unterwegs ist wird damit seine Freude haben.

Der Manfrotto MH293D3-Q2 verfügt leider nicht über einen „Saftey Lock“ Mechanismus am Verriegelungshebel.

Hochwertiges und schweres Equipment möchte man dann in der freien Wildbahn nicht bedenkenlos an den MH293D3-Q2 schrauben.

Fazit: Wer einen Stativkopf mit etwas mehr Präzision als einen Kugelkopf sucht und wer Wert auf ein leichtes und kompaktes Gerät sitzt, was er mit auf Reisen nehmen kann, der sollte den Manfrotto MH293D3-Q2 ausprobieren. Vorausgesetzt das Equipment wiegt weit weniger als 4 Kg. Alle anderen greifen bitte lieber zu einer Alternative.

 

Vorteile

  • sehr leicht
  • sehr kompakt
  • 3 Wasserwaagen

Nachteile

  • maximale Belastbarkeit fraglich
  • schwerfälliges nachjustieren
  • kein Arca-Swiss-Standard
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Danke fürs Lesen – Martin von Stativkopf.com


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